Das HPT-Museum wurde 1953 aufgrund des Beschlusses des Verwaltungsrates der Postdirektion in Zagreb als PTT-Museum der Stadt Zagreb gegründet, mit der Aufgabe Material und Gegenstände, die die geschichtliche Entwicklung des Post- und Telekommunikationsverkehrs darstellen, zu sammeln, zu bearbeiten, aufzubewahren, auszustellen und zu veröffentlichen.

 

Post- und Telegrammpalast,
Jurisiceva 13, Zagreb; ursprüngliches Aussehen

Seit seiner Gründung befindet sich das Museum im Gebäude, das im Jahr 1904 im Sezessionsstil zweckgebunden als erster Post-und Telegrammpalast in Kroatien errichtet wurde. Das zweistöckige Gebäude wurde im sog. ungarischen Stil aus roten Ziegeln gebaut und endete in vier Türmen. Das Gebäude hatte einen Haupteingang und je zwei Eingänge für jede der beiden Hallen: eine für Briefe und die andere für Pakete. Die Tür war aus Schmiedeeisen ebenfalls im Sezessionsstil. Im Jahr 1930 wurde der dritte Stock angebaut und die Ecktürme wurde abgerissen. Die größten Änderungen erfuhr das Gebäude im Jahr 1958, als die Seiteneingänge zugemauert und das Innere modernisiert wurde.

Das Postgebäude heute

 

Der erste Kustos des Museums war Dr. VukSimic Vakanovic, ein bekannter Philatelist und Kenner der Postgeschichte.
Im ersten Jahr seines Bestehens werden im Museum folgende grundlegenden Sammlungen angelegt: die Briefmarken-, Telekommunikations- und Philateliesammlung sowie einige dokumentarische: die kartographische Sammlung, das Archiv, die Fotothek, Hemerothek und Bücherei.
Im gleichen Jahr wird auch die erste Ausstellung des gesammelten Materials in der Ausstellungshalle veranstaltet, die sich bis zur Umgestaltung im Jahr 1958 im Hauptpostamt befand.

Die Generalpostdirektion des damaligen gemeinsamen Staates mit Sitz in Belgrad hatte bereits im Jahr 1954 beschlossen, daß ein einheitliches PTT-Museum für den gesamten Staat mit Sitz in Belgrad gegründet werden soll. In diesem Museum befinden sich auch heute noch Museumsexponate aus Kroatien: zahlreiche Telekommunikationsgegenstände sowie das wertvollste Exponat, der Postwagen, der im Gebiet von Istrien Ende des 19. Jahrhunderts verkehrte.
Trotz der äußerst ungünstigen Bedingungen setzte das PTT-Museum in Zagreb mit dem Sammeln von Material fort. Es veranstaltet zahlreiche Ausstellungen zum Thema Geschichte der Post und Telekommunikationen, Philatelie-Ausstellungen sowie Ausstellungen anläßlich verschiedener Jahrestage. Die Ausstellungen finden meistens in den Postämtern in ganz Kroatien statt.

Ljerka Sokol, die seit 1965 Leiterin des PTT-Museums ist, setzt mit der Ausstellungstätigkeit fort und organisiert wissenschaftliche Forschungsarbeiten. Es werden Bildbände, Sonderausgaben zu bestimmten Anlässen, Sammelbände und Bücher über die Geschichte der Post in Kroatien herausgegeben. (Lj. Sokol: 120. Jahrestag seit der Gründung der Postverwaltung in Zagreb 1848 - 1968, Dr. Velimir Sokol: 450 Jahre Post in Zagreb 1529 - 1979; Dr. V. Sokol: 100 Jahre Telefon in Kroatien 1881 - 1981, Sammelband: 120 Jahre Telegraphie in Kroatien, 1974).

In der PTT-Zeitung veröffentlichen die Kustose des Museums Artikel aus der Geschichte der Post und der Telekommunikationen (Geschichte des Postsparens in Kroatien, Erster kroatischer Beauftragter für die Post und Telegramme - Cezar Akacic, Geschichtliche Kontinuität der kroatischen Postgesellschaften, Kampf um die kroatischen Briefmarken, Hundert Jahre der Vereinigung der Post und der Telegrafen 1887 - 1987).
Dr. Velimir Sokol, einer der Initiatoren für die Gründung des Museums, der 1970 zum Berater ernannt wurde, arbeitet am engsten mit dem Museum zusammen.
In den 80er Jahren bleibt das Museum auch weiterhin für die Öffentlichkeit geschlossen, aber unter vorhergehender Anmeldung kann man es besuchen.


 



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