Die Wichtigkeit des Baus einer neuen Festung - der ersten vollkommen
symmetrischen Festung in Kroatien - wird durch den Plan aus dem Jahr
1579 betont ebenso wie durch die Waffen, die Kanonenkugeln und das Buch
mit den Militärregeln, während das religiöse Leben mit
Hilfe von Holzstatuen dargestellt wird.
Ihren Platz in den ständigen Museumsausstellungenhaben auch die
Schulen, Krankenhäuser und Apotheken zusammen mit den Originalzeugnissen,
Lehrmitteln und Instrumenten gefunden. Die bürgerliche Wohnkultur
ist durch ein ambientales Zimmer mit repräsentativen Möbeln
und Kunstwerken vom Barock und Biedermeier bis zur Sezession vertreten.
Die außerordentliche Bedeutung des Handels und Handwerkertums
vom Anfang des 18. Jahrhunderts für die Entwicklung der Stadt Karlovac
wird durch die Sammlung von Zunftgegenständen illustriert, in der
die Produkte der Zimmerleute und der Schließer, Schlosser und
Schmiede sowie die Tafel der Schneiderzunft aus dem 17. Jahrhundert,
die Urkunden und Diplome, die Reisedokumente der Handwerker und die
Zunftladen einen besonderen Platz einnehmen. Besonders heben sich aber
die Druckereikunst von Karlovac und die Gründung des illyrischen
Lesesaals hervor.
Das gesellschaftliche Leben der Bürger im 19. Jahrhundert ist
ebenfalls durch charakteristische Gegenstände der Feuerwehr, der
Schießsports, des Fahrradsports und des Alpinismus sowie durch
bedeutende Fotobeiträge dargestellt. Besonders hebt sich aber die
Rolle der "Ersten kroatischen Gesellschaft Zora" hervor.
Unumgänglich sind natürlich die Expeditionen der Brüder
Seljan, von Janko Mikic und Napoleon Luksic sowie die Afrika- und Südamerikaexpeditionen
von Jakov Schaschel.
Mit der Bearbeitung der kulturgeschichtlichen Gegenstände begann
1952 die sachliche und systematische Arbeit des Museums, für die
die Direktorin Ivana Vrbanic bis zum Jahr 1973 zuständig war, und
nach ihr der Kustos Marinka Muzar. Innerhalb der Abteilung haben sich
mit der Zeit folgende Gruppen formiert: Möbelsammlungen, Sammlungen
der angewandten Kunst, Waffensammlungen, Zunftgegenstände, Archivsammlungen,
Fotografiesammlungen.
Es gibt mehr als fünfhundert museologisch bearbeitete Gegenstände.
Sorge um die Gegenstände und die Tätigkeitder Abteilung
tragen Igor Culig