Im Gedenkzimmer befinden sich Dokumente und Gegenstände, die mit Benkovics Leben und Werk verbunden sind, sowie seine Bilder und Zeichnungen.

Mato Benkovic, Maler, Kaligraph und Professor wurde 1914 in Ostrinci bei Nasice geboren und starb 1981 in Zagreb.

 

Er lernte in Osijek das Frisörhandwerk und parallel zu seiner Arbeit begann er zu malen. Seine Arbeit bemerkte Andrija Krbavac, der Besitzer des Druckerei-Institutes, der zu seinem Gönner wurde und ihm Räume für seine Arbeit sowie das notwendige Zeichenzubehör zur Verfügung stellte. Er veranstaltet seine erste selbständige Ausstellung, als Benkovic noch Amateur war.

Im Jahr 1948 diplomierte er Malerei und Graphik an der Akademie der bildenden Künste in Zagreb. Benkovic war einer der besten europäischen Kalligraphen und auch als langjähriger Professor für Schönschrift an der Zagreber Schule für angewandte Künste bekannt. Sein Interesse richtete sich im besonderen auf die Erforschung und die Entwicklung der Schrift, die Ermittlung von Methoden und die Anwendung der Schrift bei zahlreichen zeitgenössichen praktischen Aufgaben. Das Ergebnis seiner pädagogischen Arbeit ist das Handbuch “Pismo historija, estetika i metodika” (Die Schrift - Geschichte, Ästhetik und Methodik)1, 1963.

Außer mit seiner künstlerischen und pädagogischen Arbeit befaßt sich Benkovic auch mit der Schönbeschriftung von Urkunden, Diplomen und Anerkennungen sowie mit der graphischen Gestaltung von Büchern und Plakaten. Er assistierte Ljubo Babic bei der Anfertigung von Panneaus für die Weltausstellung in Paris 1937, und 1939 beschriftete er ein großes Panneau für die Weltausstelllung in New York.

Sein malerisches Opus, das dem Kunstpublikum ungenügend bekannt ist, enthält hunderte von Skizzen, Zeichnungen und Bildern. Die häufigsten Themen seiner Bilder sind der Mensch und seine Heimat: Ambiente und Menschen, die ihn umgeben. Er malte die Landschaften Slawoniens und des Mittelmeers, zahlreiche Porträts und Autoporträts, Greise, slawonsiche Bauern, Kinder, Interieurs. Ein Thema, das Benkovic besonders liebte, waren Akte.

Der zwischen 1934 und 1938 entstandene Zyklus von Federzeichnungen stützt sich durch das Dokumentieren der sozialen Situation in den Zagreber Vororten auf die Poetik der Gruppe “Zemlja” (Erde).


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