Das Interesse für das kroatische Denkmalerbe besteht schon seit langem. Am Anfang des 16. Jh. hat der Spliter Humanist und Adelige Dominik Papalic in seinem Haus eine Sammlung von antiken Aufschriften zusammengetragen, die er zusammen mit Marko Marulic, dem "Vater der kroatischen Literatur", während der zahlreichen Spaziergänge durch die Ruinen der alten Salona gefunden hat. (Das Atrium der Ausstellungshalle des Archäologischen Museums bewahrt fünf originelle Aufschriften auf, soviele wurden nämlich aus dieser Sammlung erhalten). Marulic hat einen "Katalog", bzw. einen "Führer" durch diese Sammlung verfaßt.

Das folgnende Datum, daß an die Entwicklung der Museumstätigkeit gebunden ist, stellt die Gründung des Erzbischöflichen Museums in Split im Jahr 1750 dar, das eine große Sammlung von lateinischen Aufschriften überwiegendaus der anitken Salona aufbewahrt hat .


Natpisi iz Papaliæeve zbirke


Zgrada muzeja sagra?ena 1821. godine uz istoène zidine Dioklecijanove palaèe
  Das Archäologische Museum in Split, die älteste Museumsanstalt in Kroatien, wurde im Jahr 1820 durch das Dekret der Dalmatinischen Regierung in Zadar gegründet. Anstoß für seine Gründung war der Besuch des Kaisers Franz Josef I. in Dalmatien im Jahr 1818, als er auch Split und die Denkmäler in Solin besucht hat. Das erste Museumsgebäude wurde 1821 an der östlichen Mauer des Diokletian-Palastes errichtet, doch es wurde bald zu eng für die immer größere Anzahl von Denkmälern.

Bista don Frane Buliæa, rad Ivana MeštroviæaEine neue Ära in der Entwicklung der kroatischen Archäologie markierte die Arbeit und das Wirken des Don Frane Bulic, der seit 1884 Leiter des Museums von Split war.

Don Frane Bulic, (Vranjic, 1846 - Zagreb 1934), katholischer Priester, Archäologe, Geschichtsforscher und Konservator, wirkte mehr als 50 Jahre als Forscher im Gelände, Konservator und Schriftsteller. Er ist Begründer der kroatischen archäologischen Gesellschaft "Bihac", die 1894 in Split gegründet wurde.

Er ist verdienstvoll für den Bau des jetzigen Gebäudes des Archäologischen Museums in Split, das 1914 nach den Zeichnungen der Architekten A. Kirstein und F. Ohman aus Wien. Dieselben Architekten haben im Carnuntum bei Wien ein ähnliches Gebäude projektiert, ebenfalls für Museumszwecke. Der architektonische Komplex besteht aus dem Hauptgebäude mit der Ausstellungshalle im Erdgeschoß und der Bibliothek und Arbeitszimmern im Stockwerk, sowie aus dem abgedeckten Lapidarium und einem eingerichteten Garten. Der Einzug wurde durch den Krieg verschoben, so daß das neue Museumsgebäude seine Türen für die Öffentlichkeit erst Anfang 1922 öffnete.

LapidarijDas Museum führt regelmäßige archäologische Forschungen auf drei Lokalitäten durch - in Salona, Narona und Issa - und besitzt ein Bezirksgebäude in Solin - Tusculum, sowie zwei archäologische Sammlungen - die Sammlung Narona in Vid bei Metkovic und die Sammlung Issa auf Vis. Etwa 150.000 archäologische Gegenstände (aus der Vorgeschichte, aud der Zeit der griechischen Kolonisierung der Adriaküste, aus der römischen altkristlichen Periode, sowie aus dem frühen Mittelalter und der Zeit der kroatischen Volksherrscher) sind auf die Sammlungen verteilt. Bedeutend ist die Sammlung von Steinaufschriften aus Salona (etwa 6000), die Sammlung von griechisch-hellenistischer Keramik, von römischem Glas, von antischen Tonlampen (etwa 1600), von Knochen- und Metallgegenständen und die Gemsammlung (die größte im Land). Das Museum bewahrt auch eine große Sammlung von antiken und mittelalterlichen
Geld auf (über 70000) und besitzt einen
bedeutenden Bibliotheks- und Archivbestand.

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